|
Bundesland: Niedersachsen Landkreis: Holzminden Samtgemeinde: Boffzen Höhe: 121 m ü. NN Fläche: 8,04 km² Einwohner: 2894 (31. Dez. 2007) Bevölkerungsdichte: 360 Einwohner je km² Postleitzahl: 37691 (alt: 3474) Vorwahl: 05271 Kfz-Kennzeichen: HOL Gemeindeschlüssel: 03 2 55 004 Adresse der Verbandsverwaltung: Heinrich-Ohm-Straße 21, 37691 Boffzen Webpräsenz: www.boffzen.de Bürgermeister: Horst Menzel (SPD)
Gemeinderat: Wahlperiode 2006 - 2011 SPD 7 Sitze CDU 5 Sitze FDP 1 Sitz
Haushalt: Der Verwaltungshaushalt 2008 der Gemeinde umfasst 2,2 Millionen Euro und für den Vermögenshaushalt sind 684.300 Euro vorgesehen.
Partnerschaft: Seit Juni 1977 mit der französischen Gemeinde Villers-sur-Mer im Departement Calvados. Mit der Gemeinde Nachterstedt in Sachsen-Anhalt.
Geschichte: Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde Boffzen unter dem Namen Boffehshusen in den Corveyer Annalen. Dort wird eine Landschenkung in lateinischer Sprache festgehalten. Übersetzt heisst es dort: "Es gab Adalbot seinem Bruder Swyricdac in Boffehshusen eine Hufe." Ende des 12. Jahrhunderts wird erstmals das Ritter- und Ministerialengeschlecht derer von Boffessen in Urkunden erwähnt. Die Grundherren besassen Höfe und Ländereien in Maygadessen bei Godelheim, in Bosseborn und in Höxter. Konrad von Boffessen nahm am 5. Kreuzzug Heiligen Land teil. Im 15. Jahrhundert erlebte das Adelsgeschlecht den sozialen Abstieg. Ritter waren nicht mehr gefragt in einer Zeit, in der sich Feuerwaffen und das Landsknechtswesen etablierten. Die Spur der Familie von Boffessen verliert sich schliesslich im 18. Jahrhundert. 1799 lebte Wilhelm August Lampadius im Pfarrhaus (Bachstr.) und arbeitete an der Erfindung des Leuchtgases. 1857 Gründung eines Männergesangvereines der später in MGV von 1857 Boffzen umgenannt wurde. 1898 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Boffzen als Nachfolger einer Pflichtfeuerwehr. 1908 Gründung des Sportvereins FC 08 Boffzen e.V. 1991 erlangte der Ort überregionale Bekanntheit durch zwei Bredenborner, die an einem nahe gelegenen Waldparkplatz im Solling einen Mord an zwei niedersächsischen Polizeibeamten begangen haben.
Sehenswürdigkeiten: Erlöser-Kirche (ev.-luth.), 1730/37 im Süden des damaligen Dorfes am Rande der Weserniederung erbaut. Dach aus Sollingsandstein. Schlichter barocker Kanzelaltar von ca. 1736. Gläserner Kronleuchter von 1858. Deckenmalerei aus den 1880er Jahren. 2002 neue Orgel von der Fa. Krawinkel aus Trendelburg-Deisel.
Einwohnerentwicklung:
|