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Fürstenberg
Fürstenberg

Fürstenberg (Weser)

Fürstenberg liegt im Landkreis Holzminden und ist eine Gemeinde im Süden Niedersachsens (Deutschland) an der Weser im Weserbergland in der Nähe von Höxter und Holzminden. Die Porzellanmanufaktur Fürstenberg, gegründet 1747, ist die zweitälteste Porzellanmanufaktur Deutschlands.

Koordinaten: 51° 44' N, 9° 24' O
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Holzminden
Samtgemeinde: Boffzen
Höhe: 242 m ü. NN
Fläche: 3,22 km²
Einwohner: 1215 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 377 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37699 (alt: 3476)
Vorwahl: 05271
Kfz-Kennzeichen: HOL
Gemeindeschlüssel: 03 2 55 014
Adresse der Verbandsverwaltung: Heinrich-Ohm-Straße 2, 37691 Boffzen
Webpräsenz: www.gemeinde-fuerstenberg.de
Bürgermeister: Uwe König (SPD)

Geschichte:
In Jahre 1747 liess Herzog Carl I. im Schlosse eine Porzellanfabrik anlegen, was wahrscheinlich auch zur Einrichtung einer Post-Expedition führte. In der napoleonischen Besatzungszeit unterstand die Postanstalt dem Post-Expediteur Lungershausen (1810-13). Er erhielt einen Einzeiler-Stempel, der bis 1830 in Gebrauch blieb. Gefolgt von einem weiteren Einzeiler, den man bis 1854 verwendete. Seit 1840 wurde gelegentlich das Datum handschriftlich beigesetzt. Eine Conventions vom 1. November 1835 mit der Thurn und Taxisischen Post betraf den Postkurs Holzminden-Kassel über Lauenförde und Carlshafen. Der Rechteckstempel mit Datum, Stern und Uhrzeit wurde 1853 eingeführt. Zur Entwertung der Postwertzeichen wurde der obligatorische Rostgitterstempel mit der Nummer “13" geliefert. Im Jahre 1878 wurde die Post-Expedition in eine Post-Agentur umgewandelt. Seit 1886 gab es eine Posthalterei.
Während des Kalten Krieges wurde zwischen Fürstenberg und Boffzen ein Munitions- und Treibstoffdepot (Forward Storage Site) für das belgische I. Korps aus Köln-Weiden (u.a. auch für das 43. Artilleriebataillon in Brakel) errichtet und bestand bis 1994.
1996 lebten 1.338 Einwohner in der Gemeinde.

Religionen:
In Fürstenberg gibt es eine evangelisch-lutherische Gemeinde deren Christuskirche zentral im Ort gelegen ist. Das Gebäude ist 1899 erbaut worden und der Romanik nachempfunden.

Gemeinderat:
Für die Wahlperiode 2006/2011 besteht der Gemeinderat aus elf Mitgliedern (SPD 8, CDU 3).

Sehenswürdigkeiten:
Das Jagdschloss der Renaissance, früher Teil der Porzellanfabrik, beherbergt heute ein Porzellanmuseum.

Porzellanmanufaktur:
Die Porzellanmanufaktur Fürstenberg wurde am 11. Januar 1747 in Fürstenberg an der Weser durch Johann Georg von Langen im Auftrage von Herzog Carl I. von Braunschweig gegründet und ist die zweitälteste bis heute am selben Standort produzierende Porzellanmanufaktur Deutschlands. Ab 1888 wird der Betrieb in Form einer Aktiengesellschaft geführt. Erst 1966 wird die Manufaktur zu einer GmbH und Tochtergesellschaft der NORD/LB.
Das hoch über der Weser liegende Jagdschloss der Weserrenaissance geht zurück auf eine Burganlage wohl aus dem 13. Jahrhundert (erste Erwähnung um 1355), und wurde um 1600 durch Herzog Heinrich Julius zu Braunschweig-Lüneburg zum Jagdschloss umgebaut. Bis 1972 war hier die Manufaktur ansässig, die Anlagen wurden dann in benachbarte, moderne Gebäude verlagert. Das Schloss beherbergt heute das Museum der Manufaktur und gibt einen Überblick über deren Produktion von den Anfängen zur Zeit des Rokoko bis zum heutigen Tage. Weitere nennenswerte Fürstenberg-Sammlungen finden sich in den norddeutschen Museen von Braunschweig, Schwerin und Wolfenbüttel sowie in Weimar.

(Entnommen von: http://de.wikipedia.org)

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